Thilo Thomas Krigar
Composer

C e l l i s t        C o m p o s e r         C o m m u n i c a t o r
H o m e       V i t a       W e r k e       P r e s s e, R a d i o & T V       A u d i o & V i d e o        P y t h a g o r a s  S t r i n g s
F r i e n d s & L i n k s       K o n t a k t & I m p r e s s u m

W a s   D u   e r e r b t   v o n   D e i n e n   V ä t e r n   h a s t,  e r w i r b   e s,  u m   e s   z u   b e s i t z e n.”

Johann Wolfgang von Goethe


“1975 begann ich mit dem Komponieren, zunächst nur mit der Absicht, musikalisches Denken besser erfassen zu können. Schon während meines Studiums spielte ich als Cellist zahlreiche Uraufführungen neuer Musik. Nach meinem Musikstudium lernte ich 1985 in gemeinsamen Konzerten den italienischen Komponisten und Kontrabassisten Fernando Grillo kennen, dessen Werke für Streichinstrumente eine neue Sichtweise auf Klang und Choreographie von Musik eröffnen.

In den 90er Jahren befasste ich mich intensiv mit zahlreichen literarischen Stoffen, schuf Literaturvertonungen und Musiktheater, u.a. in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Peter Krumme, in denen Schauspieler wie Otto Sander, Marianne Hoppe, Christian Brückner, Ursela Monn und Angela Winkler auftraten. Für die Cultural Capital Weimar 1999 schuf ich eine “Musikalische Morgenlandfahrt” zu Goethes West-Östlichen Divan; für die Cultural Capital of Europe 1997 und die Alte Oper Frankfurt produzierte ich die “ODYSSEE”.

Seit 1999 erweiterte ich den Dialog und die Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlicher Sparten auf die Wissenschaft, um aus dem gemeinsamen Kompendium von unterschiedlichen Blickwinkeln neue Potenziale zu erschließen, u.a. in der Projektgruppe “earth-vision-and-art”.
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Seit 2000 realisierte ich in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern “DNA IN CONCERT - der Fluss der genetischen Information als Sinfonie des Lebens”, welches den biologischen Lebensprozess musikalisch erlebbar macht. Molekularbiologische Erkenntnisse werden in eine musikalische Sprache transkribiert und biologische Prozesse werden in einem dramaturgisches Gewand musikalisch dargestellt.

Mein besonderes Interesse gilt der “Autopoesis” des Menschen und deren Selbstthematisierung. Ich gehe von der Annahme aus, dass kollektive Mythen (z.B. die Odyssee), die Botschaften der Religionen, wissenschaftliche Erkenntnisse oder Überzeugungen, die persönliche Geschichte des Einzelnen, historische Ereignisse und kulturelle Erzeugnisse wie Musikstücke innere und äußere Wirklichkeiten beschreiben und definieren. Diese Elemente haben gleichzeitig die Eigenschaft sich wie ein genetischer Code in die psychische Struktur des Menschen einzuschreiben; und sich selbst gleich posthypnotischen Befehlen fortzuschreiben. Auf diese Weise schaffen Menschen sich Wirklichkeiten, auch indem sie sich programmieren, an diese zu glauben.

Die Frage “Wer war zuerst da, Henne oder Ei?” zeigt, dass man mit der zweiwertigen Logik nur unzureichend in diesem Gebiet navigieren kann.

Mein Interesse ist es, diese Strukturen u.a. mit einem polykontexturalen Arbeitsansatz (PKL) zu dekonstruieren, künstlerisch zu erfassen und schöpferisch auf sinnvolle Weise zu verbinden. Motivierend für mein kompositorisches Schaffen ist folgende Frage: Könnte  die Bewusstwerdung und Handhabung dieser Prozesse eine gute Voraussetzung dafür sein, die eigene Wirklichkeit sinnerfüllt zu gestalten?”











Letzte Aktualisierung: 10.04.2011/ Impressum