ODYSSEE

“Dem “göttlichen Dulder” hat der Cellist Thilo Krigar eine “literarische Reise in musikalischen Bildern” gewidmet, als deutschen Beitrag für Thessaloniki, die Kulturhauptstadt 1997. Mit den “Pythagoras Strings” gastierte der Komponist jetzt im Mozart-Saal der Alten Oper Frankfurt. Dimitri Tombassov (Violine), Bettina Marquardt (Viola) und Thilo Krigar (Violoncello) schufen intensive Metaphern zum Mythos “Odyssee”. Die Schauspielerin Angela Winkler und ihr Kollege Otto Sander rezitierten Texte von Homer bis Kazantzakis. Mit einer Rhapsodie im schönsten Sinne des Wortes gelang es den Künstlern in den Mythos einzudringen und die homerischen Gesänge wiederzubeleben.”

(FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, 04.12.1997)


“Die Textbilder und Musikbilder ergeben ein Musiktheater, einen Eindruck, der durch die intensive Rezitation von Angela Winkler und Otto Sander noch unterstützt wird. Thilo Krigars Musik zielt denn auch ganz bewußt auf eine enge Verbindung von Wort und Ton.

Thilo Krigar macht erst gar nicht den Versuch, die Handlung der Odyssee irgendwie wiederzugeben. In den 75 Minuten, die sein Projekt dauert wäre das auch gar nicht möglich. Die Texte erscheinen fragmentarisch, gelegentlich übereinandergeblendet .Die Textzusammenstellung ist höchst spannend, obwohl oder gerade weil von der Handlung nur Bruchstücke erscheinen. Die ausgewählten Fragmente greifen wie Zahnräder zusammen und fügen sich zu einem dramaturgisch gelungenen Ablauf – begleitet und gespiegelt von der Musik.

Man hört die Winde des Aiolos pfeifen, die Sirenen singen, verbildlicht durch mikrotonal schwankende Klangflächen. Aber meist ist Krigars Musik nicht so bildmalerisch direkt, sie ist auch mehr als gute Filmmusik, schon bezogen auf den Inhalt des Ganzen, aber immer auf Selbständigkeit bedacht. Und sie drängt sich nie in den Vordergrund. Thilo Krigar Ensemble Pythagoras Strings kommentiert die Geschichte von Penelope und Odysseus, Sehnsucht, Eifersucht und Versöhnung. Die Musikstücke schaffen einen kosmischen Raum, der die Wirkung der Worte kraftvoll unterstreicht.”

(Radiosendung mit Dr. Hanno Erler, WDR, 04.12.1997)


“Die europäischen Spitzenschauspieler Otto Sander und Angela Winkler haben zusammen mit den Pythagoras Strings am 30. April Thilo Krigars musikalisches Werk ODYSSEE mit großem Erfolg aufgeführt. “Eneken” hat sich mit diesen beiden bedeutenden deutschen Künstlern unterhalten... “Ich messe meiner Teilnahme an der Musikaufführung eines jungen talentierten Komponisten, wie Thilo Krigar, sehr große Bedeutung bei”, sagte Otto Sander... ”Wir müssen den Stoffen und Mythen auf den Grund gehen, um unsere Wurzeln zu entdecken. Die Odyssee ist ein tiefgründiger authentischer Mythos.”

(Giorgos Giannopulos in der griechischen Kulturzeitschrift ENEKEN, 04.05.1997)

DNA IN CONCERT

“Composer Thilo Krigar seeks to represent the flow of genetic information.”

(NATURE, Vol.435, 19.05.2005)

“Die Musik... ist ein echtes Erlebnis !”

(Berliner Zeitung, 19./20.11.2005)

“Es geht darum, sich einen Teil seines Selbst durch Erleben anzueignen. Die wenigsten Menschen sind daran interessiert, Forschungsergebnisse in Büchern von 800 Seiten zu lesen. Musik wirkt unbewusst. So kann man komplexe Abläufe erleben ohne jahrelanges Studium.”

(DER SPIEGEL, 21.06.2004)

“Wie klingt das Wohltemperierte Klavier im 21. Jahrhundert? Vielleicht wie eine Vertonung unseres Erbguts. Der Berliner Komponist Thilo Thomas Krigar hat der DNA ein musikalisches Gewand gegeben.”

(Info Radio Kultur, 06/2005)

“Das engagierte, vital aufeinander bezogene Ensemble, die “Pythagoras Strings” brachte mit Präzision und Spielwitz die Moleküle zum Tanzen und es entstanden im Wechselspiel mit den elektronischen Klängen fast jazzige Anmutungen in vertrackter Rhythmik. Minimalistisch kontrapunktische Texturen, schier enzymatisch oszillierende Klangräume, ja sogar romantische Vokabeln lösten sich überraschend aus dem strengen Verlauf.”

(NMZ, 07/2005)

“ein Werk für die Ewigkeit.”

(TAZ, 16.04.2005)

“Krigars´s music is engrosseing, even entertaining, with diverse instruments busily and purposefully going about their business in a collage of melodic lines that defy conventional musical logic yet still, somehow, belong in the same sound-frame. the music doesn´t seem consciously orginized at all. It´s like looking through a microscope and somehow hearing random cellular activity as well as seeing it.”

(Philadelphia Inquierer, 25.09.2005, Patrick Stearns)

MILLENIUM FÜR VIOLONCELLO

“Zur Einstimmung auf die visionäre Bilderwelt Edgar Endes führte bei der Vernissage der Berliner Komponist Thilo Krigar Kompositionen für Cello, Klavier und Glockenspiel auf. Er entlockte den Instrumenten in unkonventioneller Art und Weise Klänge, die völlig neue, grenzenlose Räume zu erschaffen schienen. Hierin kam der dem Maler ganz nah.”

(Haller Tagblatt 15.01.2002)

7 MUSIKALISCHE SZENEN ZU DON QUIJOTE

“Üblicherweise gibt Christian Brückner Hollywoodstars vom Format eines Marlon Brando oder Robert de Niro ihre deutsche Stimme. Auf Schloss Honhardt versetze er sich den Helden von der traurigen Gestalt... Im Zusammenspiel von Christian Brückner und dem Cellisten und Komponisten Thilo Krigar war ein Abend voll schönster Einfühlung zu erleben. Was der Schauspieler Christian Brückner mit seiner ganzen Persönlichkeit vor allem auch visualisiert, vermag er als Sprecher der Extraklasse auch noch hörbar zu machen... Brückner trägt vor, wie Don Qujote sich von alten Ritterromanen angeregt auf den Weg macht, selbst Heldentaten zu vollbringen... ein Leseabend, den Thilo Krigar kongenial in einleitende, untermalende, illustrierende und verstärkende Musik kleidet.”

(SÜDWEST-PRESSE, 23.11.2001)

IN ERWARTUNG JOSEFINENS

“Ein wundervoller Einfall, Franz Kafkas Erzählung “Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse” musikalisch gerahmt zu Gehör zu bringen... eine schwere Deutungsaufgabe, die Elisabeth Trissenar und das Duo Thilo Krigar und Dimitri Tombassov beeindruckend meisterten... Ein schöner Beginn des Abends: Bela Bartoks “Ungarische Melodien”. Mokante Phrasierung des “Allegro ironico”, sakral schmerzlich der “Choral”, Ihre Interpretation ist durch sachlichste Präzision kontrolliert, die äußerste Genauigkeit und Expressivität verbindet.
Und nach der Lesung der entzückendste Part der Aufführung, eine Komposition Krigars. Über dem Cello erscheinen Hand und Bogen. Fingertheater, die Saiten lachen, tanzen, und dann ertönt sie, die schwache, aber zauberhafte Stimme Josefinens.”

(DER TAGESSPIEGEL, 21.01.1998)

SCHNITTSTELLE

“Was ist Original, was Abbild ? Was geschieht , wenn die Bilder die Wirklichkeit überwuchern und die Wahrnehmung verstopfen? Welche Kraft haben dann noch Worte und Träume ? Eine kleine Truppe von Theaterleuten begibt sich auf die Suche nach möglichen Antworten in das schöne weitläufige alte Haus des Podewil in Berlin-Mitte. Als Material nehmen sie sich selbst, ein paar Texte von Novalis, Lothar Trolle und Jean Baudrillard und Musik, elektronische einerseits und die wundersam versponnenen Celloklänge des Thilo Krigar anderseits, denen mühelos der Sprung über die zweihundert Jahre seit der Frühromantik gelingt, über jene Distanz, die sonst als schmerzlich klaffender Abgrund den Abend durchzieht...”

(Mechthild Zschau, HESSISCHER RUNDFUNK, 10.01.1997 + SWF, 11.01.1997)

DIE ZEIT TRÄGT EINEN RANZEN AUF DEM RÜCKEN

“Größere Ansprüche an den Zuhörer stellten die drei Uraufführungen (alle im Beisein der Komponisten)... Dagegen überzeugte Thilo Krigars “Die Zeit trägt einen Ranzen auf dem Rücken” (aus Troilus und Cressida) auch durch die subtil vorwärtstreibende Motorik der Klavierbegleitung.”

(Andreas Hauf, FRANKURTER RUNDSCHAU über ein Konzert in der Alten Oper, 13.05.1997)

ALLES WAS RECHT IST

"(...) Hat uns jemals einer die Finanzkrise so schlagend erklärt? Wortlos und in Sekundenschnelle? Wurde uns je so plastisch wie poetisch vor Augen geführt, wie auf dem Rechtsweg die Gerechtigkeit buchstäblich auf der Strecke bleibt? Das Programm “Alles was Recht ist” des 31-jährigen Pantomimen Fabian Cohn ist ein subtiles Plädoyer für die Menschlichkeit im Recht. Und der gebürtige Basler Cohn weiss, wovon er - nicht - spricht. Der studierte Jurist hat bei den Parlamentsdiensten und als Verwaltungsjurist gearbeitet, bevor er sich für den künstlerischen Weg entschlossen hat. Jetzt steht er, nach dreijähriger Ausbildung in Berlin, in seinem ersten abendfüllenden Programm mit dem Cellisten Thilo Krigar auf der Bühne. Die Musik dient nicht einfach zur Untermalung, sie ist auch Widerpart, Provokateur und Dompteur. Und Cellist Krigar ist nicht aufs Maul gefallen, mit träfen Kommentaren treibt er die Konflikte an. So mischen sich klassische Pantomime und Musik-Performance aufs Feinste. Stupende Körpertechnik trifft freches Cello. Ein Augen- und Ohrenöffner."

(Neue Zürcher Zeitung, 27.01.2009)